Samstag, 11. Juli 2009

Ideenstau

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Ich unterbreche das sowieso nicht stattfindende Unterhaltungsprogramm für eine aktuelle Meldung: Die Einen fragen sich schon lange, was hier eigentlich los ist, die Nächsten harren der Dinge und wieder Andere haben noch nichtmal mitbekommen, dass hier was im Argen liegt. Das Problem, das zur Zeit die Schriftverkehrsbehinderung auslöst, ist eine Mischung aus Ideenstau und Überlastung der Gedankenautobahn. Wenn ich nicht gerade zu hirnfertig vom Tagesgeschäft bin, dann schreibe ich intensiv an meinem Buch und sporadisch auch an Kurzgeschichten. Da muss der Blog leider mal für eine Weile die Mittelspur frei machen für die wichtigeren Sachen. Pri-o-ri-sie-ren. Jawoll. Das heißt nicht, dass nicht vielleicht ab und zu mal das ein oder andere Fahrzeug vom Textlichen Hilfswerk durchkommt. Aber generell ist hier jetzt erstmal offiziell Sendepause.

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* Ich habe mir selbst die freundliche Genehmigung erteilt, dieses Bild von spiegel-online.de auf meinem Desktop zu speichern und es in meinen Blog einzubinden. Sollte es von Urheberseite irgendwelche Einwände geben bitte ich um ein kurzes Bescheidgeben per E-Mail, dann entferne ich das Bild sofort.

Samstag, 30. Mai 2009

Der Richtigkeit halber...

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Packungsinhalt: 1 Spannbettlaken


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Donnerstag, 21. Mai 2009

Antibildung: Now in cinemas across Europe!

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Wenn jemand mitten im Kinosaal beginnt, sich einen Arm abzureißen und mit dem Körperteil wild auf die umliegenden Sitze eindrischt, dann ist das vermutlich ein Grund, diesen Menschen aus dem Saal entfernen zu lassen. Nur deshalb und wirklich NUR deshalb habe ich von einer solchen Aktion Abstand genommen. Der Film war nämlich keineswegs so schlecht, als dass ich die Vorstellung vorzeitig hätte verlassen wollen. Radio Rock Revolution war an und für sich ein ziemlich geiler Film, mit einer ziemlich schwachen Stunde in der Mitte zwar, aber Anfang und Ende waren extrem geil. Was mich beinahe zum Gliedmaßen-Abreißen gebracht hätte, war der deutsche Untertitel. Zum wiederholten Male fragte ich mich, während ich mich da mit meinem Bierchen im Sessel lümmelte: darf eigentlich jede Flachpfeife mit Hauptschulenglisch und einem IQ unterhalb des Meeresspiegels die Übersetzung für fremdsprachliche Filme machen? Hier ist der Wackerstein meines Anstoßes: In jener Szene spielen die Darsteller ein Spiel für das sie die Namen von berühmten Persönlichkeiten umschreiben müssen. Einer wählt Robin Hood und umschreibt "Robin" mit einem Satz wie "it's a kind of bird" ("Robin" ist der englische Name für Rotkehlchen). Der Untertitel aber sagt uns: "Es ist sowas wie ein Edelstein".... Der Pappkopf, der dies eintippte, dachte wohl an einen Rubin... "Ruby" as it is. Ganz zu schweigen vom Film-Charakter "Thick Kevin" (was "Dummer Kevin" heißt) den man ins Deutsche mit "Crazy Kevin" übersetzte und später "thick" "gaga" als Übersetzung zuordnete. Und so ging's grad weiter... Oh dear, ich glaube, ich reiße mir echt gleich was raus, wenn ich noch länger drüber nachdenke.

- Pause -

Sonntag, 10. Mai 2009

Sprach-Lernbarrieren


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Das wollte flickr mir soeben beibringen. Sorry folks, ich kenne kein England in dem man dieses Buchstabenkonstrukt benutzt. So begrüßt lediglich ein Franzose Menschen - in jedem Land, egal wie eng es ist. Die können's halt nicht besser. Pardon... mais c'est vrai, n'est-ce-pas?

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P.S.: Lasse mich selbst in meiner maßlosen Arroganz gern korrigieren falls ich da irgendwas übersehen haben sollte.

Dienstag, 5. Mai 2009

P.S.: was ich meinte...

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...war vielleicht nicht so ganz verständlich. Der Fall der "Jedem das Seine"-Kampagne von Tchibo/Esso ist natürlich alles andere als aktuell. Ich habe mich damals drüber aufgeregt und seitdem immer mehr Anzeigen, Prospekte, Banner etc. gesehen, die mit "Volksirgendwas" daherkommen. Ständig frage ich mich, warum das keinen stört, wenn schon "Jedem das Seine" ein Stein des Anstoßes zu sein schien. Und als dann vorgestern der Lidl-Prospekt auf dem Tisch lag, mit "Volksdiscounter" unter Nationalfarben auf dem Titel hatte ich endgültig mal das Bedürfnis, das Thema mal aufzugreifen und zu fragen: sind Beschwerden in solchen Angelegenheiten eigentlich vollkommen willkürlich oder was?

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Montag, 4. Mai 2009

Offener Brief ans Volk

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Auweia, jetzt hat Google - der Suchmaschinen-Konzern mit dem Gutmenschen-Kodex - die IP-Adresse des Laptops meiner Schwester in Verbindung mit einer Suchanfrage nach "Volksgas" gespeichert. Bestimmt stapelt sich bald eine Klagemauer aus Briefen jüdischer Verbände in ihrem Flur. Aber ICH war's doch – nehmt MICH! Oder alternativ: beschwert Euch bitte nur noch dann, wenn es einen echten Grund gibt und dann bitte auch konsequent, nicht nur, wenn grad nichts Besseres ansteht.
Okay, mal der Reihe nach: Volksempfänger, Volkswagen, Volkspartei, Volksdiscounter, Volkstarif, Volksreifen, Volksstrom. Frage: Was haben diese Wörter gemeinsam? Ja klar, alle mit "Volk", scho recht, aber was heißt das? Genau, alle umgibt dadurch irgendwie ein gewisses Nazi-Pathos. Leider hat dieser furchtbare Österreicher damals das Wort Volk in seiner Propaganda missbraucht und jetzt watschelt das arme Ding noch für die nächsten 200 Jahre in diesem braunen semantischen Feld herum.
Nächste Frage: was haben diese Wörter NICHT gemeinsam? Das war leicht - den Hintergrund! Die einen sind tatsächlich von Nazis geschaffene Begriffe, die anderen sind lediglich Produktnamen des 21. Jahrhunderts. Ebenfalls nicht gemein ist die Wirkung, die die Begriffe in der Öffentlichkeit hervorrufen. Ich darf mich ohne weiteres im Prospekt des Discounters meines Värtrrauäns von Volksdiscounter-Preisen unter Schwarz-Rot-Goldener-Flagge verzücken lassen, mir meinen Mobiltelegraphen mit Volkstarif ans sonnengebräunte Ohr halten, meine Wohnung mit Volksstrom versorgen und meinen Volkwagen bei A.T.U. mit Volkreifen bereifen lassen. Aber verlang mal bei Mediamarkt nen Volksempfänger... da wäre Polen aber offen. Achtung, eine Durchsage, der Sicherheitsdienst die 214 bitte, wir haben hier einen 88!! Und die Google-Suche nach Volksgas (hätte ich gern für Herd und Heizung) liefert mir ausschließlich Angebote für original deutsche Volks-Gasmasken aus dem 2. Weltkrieg. Ich bin hier also nicht paranoid, was das Assoziationsfeld dieser Begriffsschöpfung angeht. Meiner Meinung nach ist dieses neue Marketing-Wording echt ein Missgriff bei dem ich es vollkommen verstehen könnte, wenn der Zentralrat der Juden sich beschweren und Unterlassung fordern würde. Es gilt eben nicht immer und überall "Jedem das Seine", man muss eben eine Idee auf sämtlichen Bedeutungsebenen nach Wundstellen abklopfen.
Moment, jetzt hab ich zwei Probleme: erstens, keine Sau beschwert sich über diesen ganzen neuen Volks-Blödsinn, der sogar mir nicht sehr spitzfindigem Menschen langsam etwas zu braun daherkommt. Zweitens hab ich eben schon wieder ein Faut-Pas begannen: Ich hab "Jedem das Seine" gesagt. Ich braunes Schwein. Dabei weiß doch jeder, dass die Nazis diesen Satz in den Kontext ihrer Ideologie gesetzt haben und in das Tor eines KZ’s geschrieben haben. Naja, zumindest seit der Esso/Tchibo-Kampagne weiß es jeder. Vorher war das den meisten – mich eingeschlossen – unbekannt. Ich bin 30 Jahre lang durch die Weltgeschichte gelaufen und hab gesagt "Jedem das Seine" (laut Wikipedia übrigens auch der Leitsatz der Bundeswehr-Feldjäger), wenn ich ausdrücken wollte, dass ich etwas toleriere. Das ist zwar auch nicht exakt der Kontext in dem Plato den Satz seinerzeit erdacht hatte, aber so habe ich ihn in meinem Umfeld gelernt. Doch es mussten zwei Unternehmen ihre teuer und zeitintensiv vorbereitete, absolut harmlose Kampagne stoppen, dürften aber stattdessen auf Volks-Werbepropaganda-Wording umsteigen, ohne dass es auch nur eine einzige jüdische Gruppe stören würde?? Hallo? Wohl unter'm falschen Baum gestanden, beim letzten Assoziationsgewitter?!

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Sonntag, 26. April 2009

Echte Probleme

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Wer glaubt, ein Wasserrohrbruch unterhalb der Toilette oder Kriechstrom über die gesamte Einbauküche wären echte Probleme, der braucht diesen Jungs damit garnicht zu kommen. Die konzentrieren sich auf das, was echten Ärger bedeutet. Nur wie ist jetzt Eure verdammte Nummer??



P.S.: Bus: gefunden in Berlin vor eineinhalb Jahren. Bild: wiedergefunden im seit eineinhalb Jahren nicht mehr benutzten flickr-Account.

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